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Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)

1. Geltungsbereich

Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Verträge über die Nutzung der Software-as-a-Service-Lösung (SaaS) "Zettla", die zwischen Zettla (Mehmet Aras, Lange Straße 113, 44579 Castrop-Rauxel, im Folgenden "Anbieter" genannt) und dem Kunden geschlossen werden. Das Angebot richtet sich ausdrücklich und ausschließlich an Unternehmer, juristische Personen des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliche Sondervermögen im Sinne des § 14 BGB (B2B). Verbraucher sind von der Nutzung ausgeschlossen.

2. Leistungsgegenstand

Der Anbieter stellt dem Kunden die cloudbasierte Software "Zettla" zur Automatisierung von Bürotätigkeiten (z.B. E-Rechnungsverarbeitung, OCR-Belegerkennung, KI-Ticketsystem und WhatsApp-Integration) zur Nutzung über das Internet zur Verfügung. Der genaue Leistungsumfang ergibt sich aus dem vom Kunden gebuchten Paket (Starter, Digitales Büro, KI-Autopilot). Der Anbieter übernimmt keine steuerliche oder rechtliche Beratung.

3. Vertragsschluss, Laufzeit und Kündigung

(1) Der Vertrag kommt durch die Annahme eines schriftlichen oder elektronischen Angebots des Anbieters durch den Kunden zustande.

(2) Monatliche Verträge: Monatliche Abonnements können von beiden Parteien mit einer Frist von 14 Tagen zum Monatsende gekündigt werden.

(3) Jahresverträge (Standard): Jahresverträge haben eine Mindestlaufzeit von 12 Monaten und verlängern sich automatisch um weitere 12 Monate, wenn sie nicht mit einer Frist von mindestens 4 Wochen vor Ablauf in Textform (E-Mail genügt) gekündigt werden. Die Jahresgebühr wird jährlich im Voraus fällig.

(4) 2-Jahres-Verträge: 2-Jahres-Verträge haben eine Mindestlaufzeit von 24 Monaten und verlängern sich automatisch um weitere 12 Monate, wenn sie nicht mit einer Frist von mindestens 4 Wochen vor Ablauf in Textform gekündigt werden. Die Jahresgebühr wird jährlich im Voraus fällig.

(5) Die einmalige Einrichtungsgebühr (Setup) wird unmittelbar bei Vertragsschluss fällig und wird bei einer Kündigung nicht erstattet, da sie den tatsächlichen Aufwand der individuellen Systemkonfiguration (E-Mail-Anbindung, Schnittstellen, Schulung) abdeckt.

(6) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.

4. Pflichten des Kunden (Prüfpflicht & GoBD)

(1) Die durch die Künstliche Intelligenz (KI) ausgelesenen oder generierten Daten (z.B. Rechnungsbeträge, IBAN, OCR-Ergebnisse, Entwürfe) sind vom Kunden zwingend vor der weiteren Verarbeitung (z.B. Überweisung oder Versand) auf Richtigkeit zu prüfen. Der Anbieter übernimmt keine Gewähr für die hundertprozentige Fehlerfreiheit der KI-Texterkennung.

(2) Der Kunde bleibt allein verantwortlich für die Einhaltung aller handels- und steuerrechtlichen Aufbewahrungspflichten (insbesondere GoBD). Die Software "Zettla" ist ein Hilfsmittel zur Datenverarbeitung und stellt ausdrücklich kein revisionssicheres Archivsystem dar, sofern dies nicht separat schriftlich zugesichert wird.

5. Verfügbarkeit und Wartung

Der Anbieter bemüht sich um eine Verfügbarkeit der Software von 99% im Jahresmittel. Ausgenommen hiervon sind Zeiten, in denen der Server aufgrund von technischen oder sonstigen Problemen, die nicht im Einflussbereich des Anbieters liegen (z.B. höhere Gewalt, Verschulden Dritter wie Server-Ausfälle bei AWS/Supabase oder OpenAI-API-Ausfälle), nicht zu erreichen ist.

6. Haftungsbeschränkung

(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit. Für leichte Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht (Kardinalpflicht).

(2) Die Haftung für leichte Fahrlässigkeit ist der Höhe nach beschränkt auf die bei Vertragsschluss vorhersehbaren Schäden, mit deren Entstehung typischerweise gerechnet werden muss, maximal jedoch auf den Betrag der jährlichen Nutzungsgebühr.

(3) Der Anbieter haftet ausdrücklich NICHT für Schäden, die durch ungeprüft übernommene KI-Fehler entstehen (z.B. Überweisungen an falsche IBANs oder Mahngebühren wegen inkorrekter Beträge).

(4) Die Haftung für den Verlust von Daten ist auf den typischen Wiederherstellungsaufwand beschränkt, der bei regelmäßiger und gefahrentsprechender Anfertigung von Sicherungskopien durch den Kunden eingetreten wäre.

7. Schlussbestimmungen

Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertrag ist Castrop-Rauxel. Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein, bleibt der Vertrag im Übrigen wirksam.